Das Projekt: queer@school

queer@school ist ein autonomes Projekt vom Jugendnetzwerk lambda::bb.

Was ist queer@school?

queer@school ist ein autonomes Projekt vom Jugendnetzwerk lambda Berlin – Brandenburg. Es besteht seit 2012 und hauptsächlich aus ehrenamtlich arbeitenden Personen, die unter 27 Jahren sind, die Schule besuchen oder sich gerade in der Ausbildung, bzw. im Studium befinden. Diese werden von hauptamtlichen Mitarbeiter_innen begleitet und unterstützt.

Was bedeutet „queer“ für uns?

Den Begriff queer verwenden wir einerseits im Sinne einer Selbstbezeichnung. Das heißt, dass queer-Sein die vielfältigen Formen von sexuellem_emotionalem Begehren und Geschlechtsidentitäten einschließt. Andererseits verstehen die Mitglieder des Projektes queer als politischen Begriff, der Kategorien und Normen kritisch hinterfragt. Muss ich mich einem Geschlecht zuordnen? Wie beeinflussen uns Stereotype?

Was sind die Ziele von queer@school?

queer@school hat Empowerment und Sensibilisierung zum Ziel. Wir möchten Diskriminierung im Kontext Schule abbauen. Im Fokus stehen Sexuelle Orientierung und Gender unter Berücksichtigung von Mehrfachzugehörigkeiten. Wir wollen in erster Linie Personen unterstützen, die diskriminiert werden, da sie (unter anderem) in Bezug auf ihr Geschlecht oder ihre sexuelle Orientierung nicht der Norm entsprechen, also beispielsweise inter*, trans*, lesbisch, schwul, bi und/oder pan sind. Wir möchten verschiedene Lebensweisen sichtbar machen, um eventuelle Outing-Prozesse zu erleichtern. Gleichzeitig wollen wir Vorurteilsbewusstsein stärken, bezüglich der Wahrnehmung von Diskriminierung sensibilisieren und Funktionen von Diskriminierungen in der eigenen Lebenswelt zu reflektieren.

Was bietet queer@school an, um diese Ziele umzusetzen?

Für Bezirksschüler_innenausschüsse, Schulklassen und allgemein Gruppen mit Menschen unter 27 werden Empowerment- und Sensibilisierungsworkshops angeboten. Diese werden individuell auf das Alter und den Wissensstand der Teilnehmer_innen zugeschnitten. Innerhalb der Schulworkshops erreichen wir unsere Ziele, indem wir zunächst Begriffe erläutern, um Worte zu haben, über LesbischeSchwuleBisexuelleTrans*Queere Themen zu sprechen. Des Weiteren arbeitet das Projekt nach einem biografischen, peer2peer Ansatz. Das beinhaltet das Erzählen, Schreiben und kreative Darstellen der eigenen Biographie. Es bedeutet auch, Jugendlichen auf Augenhöhe in ihren Lebenswelten zu begegnen. Bei all dem fordern wir unsere Zielgruppen dazu auf, sich gegen Diskriminierungen zu positionieren und aktiv zu handeln, indem Interventionsstrategien gegen vor allem Homo- und Trans*-Diskriminierung erarbeitet werden.

Außerdem begleiten wir Gruppentreffen von AGs, bzw. Schulgruppen, die sich gegen Diskriminierung an der eigenen Schule einsetzen und stark machen wollen.

Durch die Workshops und Begleitungen bauen wir Barrieren ab, um die Angebote des Jugendnetzwerks lambda Berlin-Brandenburg e.V. nutzen zu können. Zu diesen Angeboten gehören Jugendgruppen für queere Personen, ein ehrenamtlich geführtes Café und Beratungen.

Hauptamtliche Personen von queer@school bieten ebenfalls Beratung und Unterstützung für einzelne Schüler_innen an, um Verletzungen gegenüber Schulpersonal oder anderen Schüler_innen zu thematisieren.

Was ist unser Selbstanspruch?

queer@school will Menschen, die sich als queer positionieren – also auch die Mitglieder von queer@school – stärken. Wir sind uns gleichzeitig bewusst, dass alle von uns auch von Machtstrukturen profitieren und versuchen, durch einen stetigen Auseinandersetzungsprozess mit diesen verantwortungsvoll umzugehen. Es ist der Anspruch von queer@school, durch kontinuierliche Auseinandersetzung mit projektrelevanten Themen unsere Haltung, Ziele und Arbeitsweisen weiterzuentwickeln.

 

 

 


Du hast Interesse, beim Projekt mitzuarbeiten? Oder willst an Deiner Schule auch einen Workshop von uns miterleben? Dann hinterlasse einen Kommentar auf Facebook oder schreib schick uns eine Workshopanfrage.

 

Das Projekt wird gefördert durch: